Heilbad Krumbad
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Der KRUMBADER BADSTEIN ist das in der Heilbehandlung eingesetzte natürliche Heilmittel des staatlich anerkannten Naturpeloidbetriebes Heilbad Krumbad.

Geologische Herkunft: Gewonnen wird der Stein nördlich vom Krumbad aus dem Bergrücken des Buchenwaldes, Grabungstiefe 3 bis 5 Meter. Das in der Bäderwissenschaft als Peloid bezeichnete Heilmittel („Pelos“ = griech. Schlamm) ist ein betonitischer Tonstein und vermutlich aus vulkanischer Asche aus dem Molassemeer hervorgegangen. Neueste Forschungen weisen auf Zusammenhänge mit dem Meteoriteneinschlag im Ries hin. Aufgrund von Bohrungen und dem Gutachten der Ingenieurfirma Kling Consult in Krumbach im Jahr 2002 wird das hier abgebaute Badsteinvorkommen auf große Mengen geschätzt.

Zerkleinerung des gewonnenen Naturpeloids Krumbader Badstein  Verarbeitung: Der Stein wird ca. 1 Jahr getrocknet, danach wird er in den Ursberger Werkstätten für Landschaftspflege des Dominikus-Ringeisen-Werkes in Handarbeit zerklopft und in einer Steinmühle gemahlen, das Steinmehl sodann in Säcke abgefüllt. Mit Wasser in festgelegtem Mischungsverhältnis vermischt, wird der Naturschlamm auf ca. 45 Grad Celsius erwärmt oder gekühlt eingesetzt. 
 
 Krumbader Badstein - Verarbeitung
  Anwendungsarten des Naturpeloids:
  1. Packungen warm und kalt, als Kompressen oder direkt auf die Haut
  2. Kalte Wickel, z.B. bei entzündlichen Erkrankungen
  3. Schlammkneten, z.B. bei Arthrose der Fingergelenke 
  4. Schlammtreten kalt, z.B. zur Venentherapie 
  5. Medizinische Bäder mit dem Zusatz des Peloides, bei Haut und Gelenkerkrankungen
  6. Badsteinsalbe zur dermatologischen Hautpflege
Krumbader Badstein - Anwendung 


Peloidanalyse: Die zuletzt durch das Institut Fresenius, Taunusstein im Jahr 2000 durchgeführte erforderliche Peloidanalyse weist eine Tonerde mit Hauptbestandteil Silicium (Kieselsäure) von über 60% Magnesium und Kalium u.a.m. aus. Die aktuelle Analyse ist im Heilbad Krumbad einsehbar.

Staatliches Prädikat als Peloidkurbetrieb: Staatliche Anerkennung als prädikatisierter Kurbetrieb auf Grund wissenschaftlicher Gutachten (zuletzt 1999 durch das Institut IBK von Prof. Dr. Dr. Dipl.-Phys. Jürgen Kleinschmidt) , dem reizarmen Klima in Mittelschwaben (Klimaanalyse des Deutschen Wetterdienstes), dem Hygienegutachten und der Überprüfung durch das Gesundheitsamt Günzburg sowie die Vor-Ort-Prüfung durch die Fachkommission zur Anerkennung von Heilbädern und Kurorten in Bayern.